Dein Lachen

 

Dein Lachen bei der Glocke,

dein Blick, so frei und glücklich,

hat mir gezeigt,

wer du bist.

 

Du bist der schöne Ton,

du bist das Lächeln,

die Brücke hin zum Wahren.

 

Du bist mir Freude, Tiefe, Ruhe.

Ich sehe dich und staune.

Still bin ich, gelassen, offen.

Nichts drängt mich und nichts treibt mich.

Ich schaue nur,

schaue und erkenne

in freudvollem Wissen:

 

DAS BIST DU!

 

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Diese Glocke

 

Und immer diese Glocke,

immer höre ich sie, ihren schönen Ton.

Dich sehe ich bei ihr.

Dein Lächeln strahlt.

Du bist ganz da.

 

Dein Blick trifft mich.

Er verwandelt mich,

raubt mir das Herz,

um dafür Ewigeiten zu verschenken.

 

Ich trinke Glück,

wenn du lächelst und mich anschaust.

Ich schlürfe Seligkeit,

wenn du mit mir sprichst.

 

Vor Wonne sterbe ich,

wenn ich dich spür’.

 

Welch süßer Tod!

 

 

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Wahre Werte

 

Christus ist unser Ziel,

der Glaube unser Weg.

Der wahre Schatz ist das Reich Gottes,

der wahre Dienst der Gottesdienst

und Dienst am Nächsten.

 

 Gut.

 

Christus wohnt in dir.

Dein Wort weist mir den Glaubensweg.

Das Reich der Liebe finde ich

in deinen Augen.

Mein Nächster,

das bist du,

du,

du!

Und wenn ich lieb zu anderen bin,

dann sehe ich dich vor mir.

 

Du machst mich froh,

du bist mein Inhalt,

mein Gedanke,

meine Sehnsucht.

 

Du.

 

 

Der Herr hat nichts dagegen,

übrigens.

 

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Das Reich Gottes

hat mich angerufen

und hat mir alles Gute und Liebe gewünscht.

 

Das Reich Gottes

ist mir alles Gute und Liebe

und gibt mir alles Gute und Liebe.

 

Das Reich Gottes

hat einen Namen:

deinen Namen.

 

Das Reich Gottes

ist unendlich

und ganz klein.

Es umfasst das ganze Universum

und ist doch auch zu finden

in dem Glas Wasser

vor mir auf dem Tisch.

 

Das Reich Gottes

ist Leben, Hoffnung, Neubeginn.

 

Das Reich Gottes

ist die Liebe in mir,

die Liebe zu ihm,

dem einen,

der da ist,

endlich,

nach so langem Suchen.

 

Das Reich Gottes

ist die Liebe,

die nicht bei dem einen bleibt,

denn nun kann ich nichts mehr ohne Liebe

sehen, denken, tun.

 

Die Liebe zu ihm,

sie färbt alles

liebesbunt.

 

Das Reich Gottes

ist durch ihn in mir,

in allem.

 

 

 

 

 

 

Dem tausendmal Lieben

 

Als ich dich sah zum ersten Mal,

schienst du mir anders als jeder,

den ich kannte.

Deine Stimme, dein Blick und dein Gehabe,

schienen mir wie aus einer Märchenwelt.

Ich gab dir die Hand

und du lächeltest.

 

Wann immer ich dich sah,

verzaubertest du mich

mit deiner sanften Art,

mit deiner Weise zu sprechen,

mit deiner Bescheidenheit.

Du lächeltest

und ich vergaß dich,

sobald du gegangen warst.

 

Dann hieltest du meine kleine Gabe hoch

und wirktest glücklich darüber.

Ich dachte mir nur:

wie höflich er ist.

Du fragtest mich später,

viel später,

ob wir mal reden könnten,

und senktest den Blick,

als ich noch zweifelte.

Ich ahnte ja nicht,

wie bedeutungsvoll dein Vorschlag war!

Ich ahnte nicht, wie selten du jemanden

so etwas fragst.

 

Doch dein gesenkter Blick

war mir die verborgene Sprache,

die zu verstehen ich den Herrn

so oft gebeten hatte.

Diese Geste von dir

rührte mein Herz

und du warst mir von da an

mein tausendmal Lieber.

Doch wusste ich damals

selbst nichts davon.

 

Und weiterhin sahen wir einander wie üblich,

aber nun schien die Welt zu erstarren,

die Vögel das Singen zu vergessen,

die Autos plötzlich lautlos zu rollen,

wann immer ich dich sah.

Alles war nun anders.

 

Alles ist nun neu,

da ich weiß,

du bist es,

mein tausendmal Lieber.

 

 

 

So sein

 

Stiller Auftritt, leise Stimme,

behutsames Handeln, tiefes Empfinden –

ganzer Mann.

 

Ehrliches Streben, beharrlich die Pflicht erfüllt,

bescheidenes sich Fügen,

offen für die Sorgen aller –

ganzer Mann.

 

Einsamkeit mit Sinn erfüllen,

sich begnügen mit einem Lächeln im vorüber Geh’n.

Leises Hoffen auf Erfüllung

und ertragen, dass es kein klares Bild noch dafür gibt –

ganzer Mann und Held.

 

Wissen, dass Erlösung ist, Vergebung, Liebe.

Wissen, dass das eigene Ich

so wertvoll ist und einzig

für einen Menschen,

der auch wertvoll ist und einzig,

der den Tag veredelt,

nur  weil es ihn gibt.

 

Wissen, dass es Einheit gibt

mit diesem Menschen

und darum Einheit

mit der Menschheit allgemein.

 

Das ist konkret,

das ist ein klares Bild,

das Abbild Gottes sein lässt

im Hier und Jetzt,

gesegnet als Mann und Frau.

 

 

Gott allein genügt

 

Gott kommt gar nicht vor in meinen Wünschen.

Gott kommt gar nicht vor im Kleinen meines Alltags.

Gott kommt gar nicht vor im großen Sehnen meines Herzens.

 

Ich wünsche Reinheit in mir,

um dir reinen Herzens zu begegnen.

Ich fülle den Alltag mit Gedanken an dich.

Das macht mich dankbar, macht mich froh.

Ich ersehne das Größte: LIEBE!

Und ich finde sie

in deinen Augen,

deinem Sprechen,

unserem Denken.

 

Das reicht aus

für die Glückseligkeit.

In all dem finde ich Liebe,

finde ich Gott.

 

Gott allein genügt.

 

 

Mit jedem Tag etwas mehr Weisheit,

noch mehr Dankbarkeit –

welch schönes Altern!

 

 

 

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