Psyche

 

 

 

Unsere Psyche ist manchmal schon kompliziert. Es kommt vor, dass man etwas ganz intensiv ersehnt. Da man aber glaubt, es nicht bekommen zu können, tut man so, als wolle man es nicht. Dadurch wird es einem direkt zum Feindbild, so meidet man es und glaubt, alles sehr zu wollen, was die Ursprungssehnsucht regelrecht verhindert. So wünscht man sich schließlich das am meisten, was man sich am wenigsten wünscht... Wie gesagt, recht kompliziert...

 

 

 

Mit anderen Worten – ein Beispiel:

 

 

 

Emil liebt Monika, doch sie ist reich und beliebt, er beides nicht. Darum glaubt er, sie lehne ihn sowieso ab. Um diese Kränkung nicht zu erfahren, verhält sich Emil Monika gegenüber (unbewusst) von vorne herein unfreundlich. Deswegen ist auch sie nicht nett zu ihm. Er schließt sich schließlich ihren Kritikern an, will zumindest dort Anerkennung erfahren und bemüht sich nun um jene, die seiner Ursprungsneigung hinderlich sind...

 

 

 

Fazit:

 

ERKENNE DICH SELBST UND BLEIBE DIR TREU! Nur so ist dein Weg ein klarer, zielgerichtet, freudvoll, mit Hindernissen manchmal, die aber Herausforderungen sind, an denen man wächst.

 

 

 

 

 

Das Licht

 

 

 

Peter sah Melinda als strahlende Erfolgsfrau. Er bewunderte sie, wollte Kontakt mit ihr. Melinda aber war eine Fee, getarnt als Mensch. Das Menschsein fiel ihr schwer. Sie hatte Sehnsucht nach der Feenwelt. Doch ihre Mission war noch nicht erfüllt, so musste sie bleiben. Mit Peter freundete sie sich an, das tat ihr gut.

 

Er spürte ihr Bedürfnis nach Nähe, erkannte ihre Grenzen und ihre Zerbrechlichkeit, erkannte, dass sie nicht ganz so strahlend war, wie gedacht. Ihre Freundschaft zu ihm forderte unausgesprochen eine Antwort, ein Bekenntnis. Das bedrängte ihn, das machte ihm Angst. Sie als Fee zu erkennen, hätte in seinem Leben Veränderung bedeutet. Vielleicht hätte er in sich sogar Liebe für Melinda gespürt. Davor wollte er sich schützen.

 

 

 

Erkannt zu sein hätte Melindas Mission in der Welt erleichtert. So aber ging sie ihren Weg auch ohne Peters Liebe, der sich mehr und mehr von ihr zurückzog. Es wäre ihm aber eine bedeutende Lebenserfahrung gewesen, sie als Fee zu sehen. Melinda kehrte schließlich in ihr Feenreich zurück, nachdem sie das Licht der Liebe Gottes in der Welt dort verankert hatte, wo sie als Mensch gelebt hatte. Das war ihre Mission gewesen.

 

Peter, der auch diesem Licht diente, war ihre Mission verborgen geblieben. Er bewahrte das Licht hinter schützenden Mauern, blieb dem Licht treu, verließ den umzäunten Garten nicht.

 

Das Licht aber strahlte als Sonne überall.

 

 

 

 

 

 

 

Mit jedem Tag etwas mehr Weisheit,

noch mehr Dankbarkeit –

welch schönes Altern!

 

 

 

Fotos:

 

Mit freundlicher

Genehmigung

Pfarre Breitensee,

 

1140 Wien 

 

www.pfarre-breitensee.at  

 

Alle Texte und Grafiken

sind urheberrechtlich

geschützt

Copyright

Karoline Toso

 

FOTOS:

Copyright

Mag. Georg Fröschl,

Pfarre Breitensee

1140 Wien