Der Kuchen  

 

Ein Mann hatte eine Bekannte, die ihm oft einen selbstgebackenen Kuchen schenkte, den er sehr gerne aß. Er suchte sie regelmäßig auf, um diesen Kuchen zu bekommen. Als sie in eine andere Stadt zog, vermisste er den Kuchen sehr und suchte in seinem Bekanntenkreis nach einer anderen Frau, die so gut Kuchen backen konnte und ihm etwas davon abgab.

 

In der Stadt, in die jene Bekannte gezogen war, gab es auch einen Mann, der sich gern mit ihr unterhielt. Auch diesem Mann schenkte sie Kuchen, weil sie die Gespräche mit ihm schön fand. Sie besuchten einander immer wieder, egal ob es Kuchen gab oder nicht. Wenn einer der beiden verreisen musste, vermissten sie einander sehr.

 

 

 

Liebe so oder so

 

Die Liebe kann wie ein Schrebergarten sein, ein wunderbarer Ort, um sich zurückzuziehen. Er ist Genuss im Kleinen, mit ein bisschen Arbeit verbunden, aber dafür hat man etwas Schönes.

 

Liebe kann aber auch wie das Wandern und Ausruhen in Wäldern, auf Wiesen und Bergwegen, an Bächen entlang sein. Man lauscht dem Vogelgezwitscher, betrachtet die hübschen Schmetterlinge und spürt den sanften Wind auf der Haut. Nichts von all dem gehört einem und doch fühlt man sich durch all das unendlich reich beschenkt.

 

 

Mit jedem Tag etwas mehr Weisheit,

noch mehr Dankbarkeit –

welch schönes Altern!

 

 

 

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