Der Sehnsuchtstraum

 

Der einsame Mann wanderte über Felder und Wiesen. Er durchquerte Wälder, bereiste Städte, nur um durch sie hindurch zu schreiten. Ab und zu besichtigte er eine Kirche, ein Museum oder verweilte an einem Bach, um zu rasten. Hin und wieder bestieg er einen Berg und genoss dann die Aussicht von oben, den Weitblick. Oft wanderten andere an seiner Seite, verweilten mit ihm und freuten sich mitunter mit ihm. Ob er sie Freunde nannte, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass der Mann einem Ziel entgegen strebte. Alles was er tat, galt vorwiegend diesem Ziel, von dem er sich tiefstes Glück erwartete. Jedoch wusste er nicht, worin dieses Ziel bestand, er wusste nur, dass er dahin unterwegs war.

 

Manchmal dachte er, dass der Weg bereits das Ziel sei und dass diese undefinierbare Restsehnsucht, die er in sich spürte, zum Leben gehörte und unstillbar sei. Dann aber hörte er, dass es Erfüllung auch in diesem Leben geben soll. Manche fanden Erfüllung durch ihre Kinder, andere in der partnerschaftlichen Liebe oder in beidem. Wieder andere fanden sie in der Kunst oder im sozialen Einsatz, in der allgemeinen Nächstenliebe.

 

Der Mann übte sich in der Nächstenliebe, in der Gottesfurcht, in Askese, in der Liebe zur Musik und zur Literatur. Besonders freute ihn auch die Liebe zur Natur, der Blick auf die Schönheit dieser Welt.

 

Die ganze Geschichte ist unter dem Titel "Sichtbar nicht da" beim Verlag united p.c. erschienen, ISBN: 978-3-7103-1618-0 

 

 

Mit jedem Tag etwas mehr Weisheit,

noch mehr Dankbarkeit –

welch schönes Altern!

 

 

 

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