Mein heiliger Elfenkreis. Ich weiß, Vio, der Plastiksessel ist hier wirklich stillos, doch da es zwischendurch regnete, war ich froh, hier keinen Holzsessel eventuell vergessen zu haben.

 

Ich saß da und war sofort in Meditation. Die zarten Gräser tanzten mir zum Gruß. Der Wind, ein Meisterchoreograf, verbeugte sich auch höflich. Ich fühlte mich willkommen, obwohl es deutlich spürbar war, dass ich hier nur ein plumper, freundlich geduldeter Gast bin in dieser zarten Welt der Gräser, Blümchen und winzigen Erdbeeren. 

 

Ja, die Erdbeeren, sie kicherten und zwinkerten und tuschelten wie verschmitzte kleine Mädchen und riefen übermütig: koste uns! Doch ich wollte meine Stille nicht stören, meine Meditation. Endlich überzeugten sie mich und ich pflückte behutsam drei rote Kostbarkeiten. Dann stand ich staunend still. Die erste winzige Frucht schenkte mir ein Aroma, wie es viele der riesigen im Supermarkt gekauften nie vermögen. Ich erkannte den Geschmack sofort aus meiner Kindheit wieder. Doch diese große Intensität war mir nicht mehr in Erinnerung gewesen. Ehrfürchtig aß ich dann auch die anderen beiden. Jede einzeln, ganz bewusst und dankbar.

 

 

 

Abends lag ich lang auf der Nestschaukel und betrachtete das Geschmuse der Baumwipfel. Wieder hatte der Wind hier die Hand im Spiel. Wie zärtlich diese sanften Wipfelberührungen doch sind. Im nächsten Leben werde ich doch lieber wieder ein Baum.

 

 

 

Die Kleine Kamp, direkt neben dem Haus.

Von dort wollte ich spät abends den Tanz der Glühwürmchen betrachten. Es zeigten sich aber nur einzelne. Die anderen sind bestimmt gerade auf Torunee. Sie sind ja wirklich eine Attraktion.

 

 

  

Und da fließt der Bach auf der anderen Straßenseite wieder weiter. Baba!

 

 

Zarte Gespinste. Kein Kleid ist je so fein und schön.

 

 

 

Stachelbeeren. Hmm!

 

 

 

Probier‘s mal mit Gemütlichkeit…

 

 

 

Mahlzeit, liebe Schnecken. Lasst mir aber was übrig.

 

 

 

Tagpfauenauge, gut getarnt.

 

 

 

Marshmellows braten ist mir leider nicht gelungen. Ich hatte das Anzündzeug vergessen. Nur sagt mir, Conny, Ewald, wie habt ihr diesen Felsblock hierher gehievt?!! Schaut aus wie ein Altar. Wirklich toll!

 

 

 

Hier meine Schätze. Ich bin so reich! Am Elfenhügel gibt es reichlich Moos. Man sagt ja, wer das Moos hat, hat das Sagen. Andere behaupten, wer Schotter hat, ist Chef. Auch davon gibt es reichlich im Lohnbach. Cool, nicht?

Übrigens, die hübschen Schneckenhäuser auf dem Teller waren natürlich unbewohnt, als ich sie einsammelte.

 

 

Mit jedem Tag etwas mehr Weisheit,

noch mehr Dankbarkeit –

welch schönes Altern!

 

 

 

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